Kalifornische Weine – Sonnenschein im Glas

Wein aus den USA – das meint in erster Linie Wein aus dem Sonnenscheinstaat Kalifornien, denn dort wachsen die meisten und besten Trauben für amerikanische Weine. Hier finden die Trauben bei reichlich Sonne ohne extreme Hitze und wenig Regen alles, was sie für Wachstum und Reife brauchen, um ein echter Qualitätswein zu werden.

Es waren die ersten europäischen Siedler, die versuchten, dort die Weinpflanzen aus der alten Heimat anzupflanzen, mit wenig Erfolg. Eingeschleppte Rebläuse sorgten dann im 18. Jahrhundert für einen Kahlschlag unter den aus Europa eingeführten Weinstöcken. Die amerikanischen Sorten hingegen zeigten sich resistent gegen den Schädling und als es später gelang, amerikanische und europäische Weinstöcke miteinander zu kreuzen, begann mit der Alexanderrebe die eigentliche Geschichte des amerikanischen Weines – mit dem Ende der Prohibition sogar eine echte Erfolgsgeschichte.

Heute kommen ca. 80 Prozent der amerikanischen Weine aus dem kalifornischen Napa Valley, wo die Trauben bei wärmender Sonne, kühlem Wind und reichlich Nebel unter idealen Bedingungen aufwachsen. Sie bilden den Grundstein für vollmundige, kräftige Rotweine, die sich zu einem echten Exportschlager entwickelt haben. Allen voran der mittlerweile wohlbekannte Zinfandel. Aber auch Grenache, Gewürztraminer, Chancellor oder Barbera gedeihen im Napa Valley auf das Beste und gehen von hier aus auf die Reise zu Weinliebhabern auf der ganzen Welt.

Weißwein wird auf nur ca. 40 Prozent der Anbaufläche Kaliforniens angebaut. Es sind vor allem die europäischen Rebsorten wie Chardonnay, Riesling, Chenin Blanc und Vidal Blanc, die mit Frische und Leichtigkeit überzeugen können und bei Weinkennern in den USA und Europa bestens ankommen.

Beim Genuss des nächsten Glases Wein aus Kalifornien, ganz gleich ob rot oder weiß, wird man ihn sehen und schmecken, den Sonnenschein aus dem Napa Valley.